Im Sommer 2006 fand im Bayreuther „Markgräflichen Opernhaus“ eine Sonderausstellung zu den jährlichen Bayreuther Festspielen statt. Erstmals wurden auch 85 Modelle der Bühnenbilder des „Ring des Nibelungen“ aus den Sammlungen des „Richard-Wagner-Museums“ öffentlich gezeigt.
Zu dieser Ausstellung ist ein Begleitbuch mit acht Aufsätzen namhafter Autoren über die Hintergründe und den jeweiligen zeitgenössischen Interpretationen der Opern aus dem „Ring“ und den Szenenbildern erschienen.
Für König Ludwig II. von Bayern (1845-1886) hatte Richard Wagner (1813-1883) von Jugend an eine große Bedeutung. Seine (politischen) Aufsätze und Texte, sein ganzes, bereits geschaffenes Lebenswerk und seine Leistungen seit dem persönlichen Zusammentreffen 1864 haben Ludwig tiefgründig geprägt und motiviert.
Die Opern Wagners, deren Inhalte und Ursprünge, finden sich in den Schlössern des so genannten Märchenkönigs in zahlreichen Formen wieder und so ist es angebracht, die Szenen aus dem „Ring“ und deren Bedeutung für Ludwig etwas näher zu betrachten.