Inhalt:
Bayern blickt auf eine über tausendjährige Geschichte zurück. Seit dem späten Mittelalter gab es Vor-formen des Parlamentarismus, die Verfassung von 1818 garantierte bereits eine Volksvertretung. Diese Traditionen prägen den Bayerischen Landtag bis heute und sind ein wesentlicher Aspekt des bayerischen Selbstverständnisses. Die Geschichte des bayerischen Parlamentarismus von 1819 bis 2003 zeigt die CD-ROM fundiert und detailreich
Die CD-ROM bietet:
- eine systematische Darstellung von Bedeutung und Funktionsweise des Landtags
- eine reich bebilderte chronologische Übersicht
- Beschreibung jeder einzelnen Legislaturperiode
- sämtliche wichtige Gesetzgebungsvorhaben
- eine Personaldatenbank mit 4.402 Biografien
der Abgeordneten, Kabinettsmitglieder und Senatoren
- Abbildungen aller Tagungsorte des bayerischen Parlaments
- ca. 5.000 Abbildungen, Video- und Tondokumente
- zahlreiche Originalquellen als Abschrift oder Faksimile
Die einzelnen Kapitel sind:
1. Die Stellung des Landtages im politischen System
Der Landtag als Volksvertretung
Die wichtigsten Aufgaben des Bayerischen Landtages
Das Verhältnis von Parlament und Regierung
2. Der Landtag als Gesetzgeber
Die Gesetzgebung
Die Haushaltsgesetze
3. Die Abgeordneten.
Der Weg zum Abgeordnetenmandat
Pflichten und Rechte des Abgeordneten
4. Die Arbeit im Landtag.
Die Konstituierung des Landtages
Die Ausschüsse
Die Fraktionen
Die Fraktionsdisziplin
Die Geschäftsordnung
Zur Anzahl der Abgeordneten
5. Landtagspräsident und Landtagsamt
Der Landtagspräsident
Das Landtagsamt
Der stenografische Dienst
Die Landtagsverhandlungen
6. Der Landtag und die Bürger
Die Öffentlichkeitsarbeit des Landtags
Volksbegehren und Volksentscheid
Das Petitionsrecht
Der finanzielle Aufwand für den Landtag
7. Kompetenzverlust an den Bund und die EU
8. Das Parlamentsgebäude
Die Datenbasis:
Die Kernstücke der Datenbasis sind die Datenbank mit allen Abgeordneten des Bayerischen Landtags im Zeitraum, sowie eine Detaildarstellung jeder Sitzungsperiode des Landtags.
Daneben sind wichtige Dokumente verfügbar, ausführliche Darstellungen der verschiedenen Ta-gungsorte des Bayerischen Parlaments sowie zahlreiche Bild-, Video-, und Audioquellen. Nicht zuletzt werden eine Vielzahl von Ereignissen aus der bayerischen und deutschen Geschichte beleuchtet. Abgerundet wird die CD-ROM durch ein ausführliches Glossar und ein unfangreiches Literaturver-zeichnis.
Im einzelnen umfassen die einzelnen Datenbanken folgende Inhalte:
Landtage: Allgemeiner Überblick, Gesetzgebung, Liste der Abgeordneten, Minister, Wahlergebnisse
Personen: Biografische Daten, Mitgliedschaft im bayerischen Parlament, Stimmkreis, Zugehörigkeit zu Ausschüssen.
Ereignisse: Allgemeine Informationen.
Tagungsorte: Allgemeine Informationen.
Dokumente: Allgemeine Informationen, Abschrift und/oder Faksimile
Medien: Bilder, Grafiken, Fotografien, Video, Tondokumente.
Glossar:
Literaturverzeichnis:
Beschreibung:
Bei der Betrachtung der Bayerischen Landesgeschichte wurde die Geschichte des Parlamentarismus – von Fachpublikationen abgesehen – bisher nur selten oder eher am Rande berücksichtigt. Das ver-wundert um so mehr, als Bayern auch und gerade auf diesem Gebiet eine lange Tradition vorweisen kann. Die Geschichte des Bayerischen Landtages ist jetzt erstmals umfassend aufgearbeitet worden.
Das Haus der Bayerischen Geschichte stellte vor kurzem in München eine CD-ROM vor, auf der In-formationen über alle 58 Parlamente seit 1819 gesammelt sind. Auf Papier ausgedruckt wäre dieses Geschichtsbuch etwa 6000 Seiten stark.
Landtagspräsident Alois Glück (CSU) sprach von einem wichtigen zeitgeschichtlichen Dokument. Grund sei nicht eine „Sucht zur Selbstdarstellung“ des Parlaments sondern das Interesse an umfas-sender Information.
Dieses Projekt ist eine gute Möglichkeit, den Bayerischen Landtag einer breiten Öffentlichkeit zugäng-lich zu machen.
Das Haus der Bayerischen Geschichte das zum Wissenschaftsministerium gehört hat die Daten in vierjähriger Forschungsarbeit gesammelt.
Im Bereich „Aufgaben, Organisation und Funktion“ werden die verschiedenen Aspekte des Themas jeweils aus heutiger Sicht und in ihrer historischen Entwicklung dargestellt.
Die bayerische Parlamentsgeschichte umfasst viel mehr als nur die Nachkriegslandtage seit 1946. Schon 1818 hat König Max I. Joseph eine Verfassung erlassen, die ein aus zwei Kammern bestehen-des Parlament vorsah. Anspruch und Ziel der CD-Rom ist es, Entwicklungslinien der bayerischen Parlamentsgeschichte seit dieser zeit aufzuzeigen. Die Darstellung schließt dabei die Kammer der Abgeordneten und die Kammer der Reichsräte für die zeit des Königsreichs ebenso ein, wie den revo-lutionären provisorischen Nationalrat von 1918/1919. Die CD-ROM informiert ferner über den nur aus einer Kammer bestehenden Landtag der Weimarer Republik und die Verfassunggebende Landesver-sammlung von 1946. Die Geschichte des (inzwischen aufgelösten ) Bayerischen Senats und des Bay-erischen Landtags bilden schließlich die Brücke zur Gegenwart.
Ein weiterer Schwerpunkt der CD-ROM bildet die Personendatenbank. Erstmals werden so alle Abge-ordneten, Senatoren, Provisorischen Nationalräte, Reichsräte, Kabinettsmitglieder und Könige von 1819 – 2003 auf einer einzigen Informationsplattform abrufbar. Insgesamt sind 4402 Personen erfasst. Jede Person wird mit Lebensdaten und – sofern recherchierbar – ergänzenden biografischen Anga-ben sowie – falls vorhanden – einem Bild vorgestellt.
Die CD-ROM zeichnet die Entwicklung des Parlaments in drei Strängen nach. So gibt es jeweils einen Thematischen Überblick, eine Chronologie und ein Register der handelnden Personen. Alle Informati-onen sind vernetzt. Durch das Anklicken eines blau unterlegten Begriffs kommt man in ein Wörterver-zeichnis. Bei „Bier“ etwa finden sich 189 Treffer. Viele davon zu den im 19. jahrhundert wiederholt auftretenden Krawallen um den Bierpreis.
Was uns natürlich besonders interessiert ist die Zeit Ludwigs II. zwischen 1864 und 1886. Durch die Eingabe des Suchbegriffs Ludwig II. wurden 34 Treffer erzielt. Die Informationen welche gefunden wurden sind, soviel sei verraten, sehr interessant und spannend.
Die CD-ROM ist jeden der 12 Euro wert.
Um Lücken im bisherigen Material zu schließen, wurde zudem eine Kontaktadresse eingerichtet, über die auch Bürger weitere Informationen online eingeben können.