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Herzog Otto I.

* 1117 in Kelheim
† 11. 7. 1183 in Pfullendorf in Baden

Grabstätte: Benediktinerkloster Scheyern
Otto stammte aus dem bayerischen Geschlecht der Grafen von Scheyern, das sich ab ca. 1130 nach der Stammburg "Witelinespach" (Bedeutung: Bach bei einem Wald) bei Aichach nannte. Die Familie, Nachfahren der Luitpoldinger, besaß wichtige Vogtei- und Grafschaftsrechte im Herzogtum Bayern, das damals von verschiedenen deutschen Dynastien regiert wurde, zuletzt von dem Welfen Herzog Heinrich dem Löwen (er gründete München 1158 und Lübeck 1159). Otto war ein treuer Anhänger des Kaisers Friedrich I. Barbarossa; unter anderem rettete er ihn 1155 beim Heimweg von der Kaiserkrönung aus Rom bei einem Überfall in der Veroneser Klause vor einer vernichtenden Niederlage. Nachdem Barbarossa den mächtigen Konkurrenten Heinrich dem Löwen, der neben Bayern auch Niedersachsen regierte, absetzen konnte, machte er seinen treuen Gefolgsmann Otto zum neuen Herzog von Bayern. In seiner neuen Stellung vermehrte er den Besitz der Familie Wittelsbach Richtung Osten und hinunter bis in das Inntal. Die Familie begann, sich erfolgreich gegen die anderen wichtigen Grafengeschlechter in Bayern durchzusetzen. Otto I. starb am 11. Juli 1183 in Pfullendorf auf dem Heimweg von einem Treffen mit Kaiser Friedrich Barbarossa.

 

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