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Kurfürst Maximilian I.

* 17. 4. 1573 in München
† 27. 9. 1651 in Ingolstadt

Grabstätte: St. Michaelskirche in München

Nachdem der junge Maximilian mit rigoroser Sparsamkeit die Schulden des Vaters abgebaut und die Staatskasse saniert hatte, setzte er dessen gegenreformatorischen Kurs fort. Er wurde zum Anführer der Katholischen Liga im 30jährigen Krieg (1618 bis 1648), unter dem auch Bayern sehr zu Leiden hatte. Der Schwedenkönig Gustav Adolf zog siegreich in München ein - und hätte am liebsten die ganze Residenz auf Räder gepackt und als Kriegsbeute nach Hause mitgenommen. Für die Rettung des Landes errichte Maximilian auf dem Marktplatz in München die Mariensäule. Als Dank für seinen Einsatz erhielt Maximilian I. von Kaiser Ferdinand II. 1623 die Kurwürde für Bayern. Um seine Kriegsschulden zu tilgen, verkaufte der Kaiser dem Kurfürsten die Oberpfalz; von seinem Bruder Albrecht erhielt er im Tauschweg zur Abrundung dieser Neuerwerbung die Landgrafschaft Leuchtenberg.

In seiner über 50jährigen Regierungszeit erwarb sich Maximilian besondere Verdienste um die Organisation des Staates. Behörden wurden umgeformt, Dienstwege gestrafft und zahlreiche Gesetze geändert oder neu erlassen, um das tägliche Leben der Bevölkerung bis ins Kleinste zu regeln, aber auch, um staatlicher Willkür vorzubeugen. Zur Verbesserung der Landesverteidigung wurde eine allgemeinen Wehrpflicht eingeführt, die Steuern wurden exakt bemessen und das Sozialwesen ausgebaut. Er verschönerte die Münchner Residenz durch Anbau eines neuen Flügels in Richtung Hofgarten.

Die enormen Leistungen als Feldherr und Landesfürst konnte Maximilian I. nur aufgrund seiner tiefen Religiosität und der darin gegründeten eisernen Selbstdisziplin leisten.

 

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