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Herzog Wilhelm V. der Fromme

* 29. 9. 1548 in Landshut
† 7. 2. 1626 in Schleißheim

Grabstätte: St. Michaelskirche in München

Die Hochzeit des Thronfolgers mit der Herzogstochter Renata von Lothringen war ein glänzender Auftakt für das Leben dieses typischen Renaissancefürsten (noch heute erinnert das Glockenspiel im Rathausturm am Münchener Marienplatz an dieses prunkvolle Ereignis).  Bald schon widmete er sich aber ganz der Verteidigung des katholischen Glaubens, nicht nur in Bayern, sondern auch in Kurfürstentum Köln: nachdem der dortige Erzbischof zum evangelischen Glauben übergetreten war, setzte er in einem zehnjährigen Kampf seinen Bruder Ernst als neues Oberhaupt durch. Bis 1761 waren alle Kölner Kurfürsten aus dem Haus Wittelsbach.

Für die Jesuiten, seine wichtigste Stütze im Kampf gegen die Reformation, baute er in München die prächtige St. Michaels-Kirche in München, damals die größte Kirche nördlich der Alpen. Verbunden mit dem anschließenden Jesuitenkolleg baute er sich eine neue Residenz, die heute sog. Max-Burg. Wie sein Zeitgenosse König Philipp II. von Spanien in den Escorial, zog er sich im Alter in diesen Kloster- Palast zurück. Völlig überschuldet dankte er 1597 zugunsten seines energischen und politisch hoch begabten Sohnes Maximilian ab. Die Jahre bis zu seinem Tod 1626 verbracht er mit geistlichen Übungen und frommen Taten.

 

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Im Wandel der Zeit

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