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Herzog Wilhelm IV.

* 13. 11. 1493 in München
† 7. 3. 1550 in München

Grabstätte: Münchner Dom

Unter dem kunstsinnigen Herzog blühten Humanismus und Renaissance in Bayern. Maßvoll verhinderte er das Eindringen der Reformation Luthers (er wird deshalb auch als "der Standhafte" bezeichnet) ebenso wie das Übergreifen des Bauernkriegs aus dem Schwäbischen. Der an der bayerischen Landesuniversität in Ingolstadt lehrende Theologe Dr. Johann Eck trat Luther und seinen Thesen 1519 in einer Disputation in Wittenberg entgegen; Bayern wurde in den folgenden Jahren zum entschiedensten Gegenpol der neuen Konfession, während die Pfälzer Wittelsbacher zum evangelischen Glauben übertraten.

Mit Hilfe der Jesuiten betrieb Wilhelm IV. die Reformation des Schulwesens. Auch das Justizwesen wurde nachhaltig erneuert. U. a. stammt das Reinheitsgebot von 1516, das als ältestes Lebensmittelgesetz der Welt Vorschriften für das Bierbrauen enthält, aus seiner Regierungszeit.

Im Ehevertrag seines Sohnes Albrecht mit der Tochter des Kaisers Ferdinand I. von Habsburg wurde der gegenseitige Erbanfalls beim Aussterben einer Familie festgelegt. 1740 trat dieser Fall ein, doch konnten die Wittelsbacher ihre Erbansprüche militärisch nicht durchsetzen.

 

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Im Wandel der Zeit

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