* 1319
† 13. 5. 1375 in Landshut
Grabstätte: Münchner Dom Unter den 16 Kindern Kaiser Ludwig IV. setzen sich Ludwig V. der Brandenburger (so genannt, weil er seit 1323 bis 1351 auch Markgraf von Brandenburg war) und Stefan II. mit der Hafte (=Spange) durch. 1347 bis 1349 übten die Brüder alle wittelsbachischen Hoheitsrechte, die von Bayern bis Holland verstreut waren, gemeinsam aus. Ludwig V. regierte von München aus 1342 bis zu seinem Tod 1361 die Grafschaft Tirol, seit 1351 auch Oberbayern. Anschließend übernahm der Niederbayer Stefan II. dieses Erbe und vereinigte beide Landesteile; Tirol verlor er allerdings 1369 an die Habsburger.
Stefan II. modernisierte die Verwaltung, ordnete den schriftlichen Vollzug der landesherrlichen Willens an und stärkte die Position von Hofrat und Hofgericht. Mit dem "Großen Brandbrief" von 1374, auf den Städte und Ritter verpflichtet wurden, sicherte er den Verkehr auf den Straßen.