Entstehungsjahr - 1920
Entstehungsort - Deutschland
Filmart - Spielfilm
Länge - 6 Akte 2037 Meter
Uraufführung - Der Film kam nicht zur Aufführung
Produktion - Indra Film
Regie - Rudolf Raffé
Titel - Ludwig der Zweite, König von Bayern
Entstehungsjahr - 1929
Entstehungsort - Deutschland
Filmart - Spielfilm
Länge - 10 Akte 3929 Meter
Uraufführung - 10. März 1930
Produktion - Universal Pictures Corp.GmbH, Berlin
Regie - Wilhelm Dieterle
Titel - Ludwig II. - Glanz und Elend eines Königs
Entstehungsjahr - 1954
Entstehungsort - Bundesrepublik Deutschland
Filmart - Spielfilm
Format - Eastman Color: 1:1,37 copiert auf Technicolor 35 mm
Länge - 114 Minuten; 3121 Meter - 109 unbekanntere kürzere Fassung
Drehzeit - 3. August - 11. Oktober 1954
Drehort: - München-Geiselgasteig, Bavaria-Atelier. - Hohenschwangau. Neuschwanstein. Herrenchiemsee (Außenaufnahmen)
Uraufführung - 14. Januar 1955, München - Sendlinger Tor, Rathaus-Lichtspiele
Produktion - Aura FilmProduktionsgesellschaft mbH, München - Schorcht Film
Produktionsleitung - Herbert Junghanns, Hermann Ludwig
Produzent - Conrad von Molo und Wolfgang Reinhardt
Regie - Helmut Käutner - Assistenz: Erica Balqué
Drehbuch - Georg Hurdalek, nach einer Erzählung von Kadidja Wedekind, bearbeitet von Peter Berneis.
Musik - Richard Wagner. - Bearbeitung: Heinrich Sutermeister. - Musikalische Leitung: Kurt Graunke. - Musikalische Ausführung: Wiener Symphoniker (Leitung: Herbert von Karajan), Kurt Graunke und sein Symphonie-Orchester
Ton: - Martin Müller
Aufnahmeleitung: - Anton Höhn, Willy Kieninger
Kamera - Douglas Slocombe
Schnitt - Anneliese Schönnenbeck
Gesamtausstattung: - Heinz Heckroth
Bauten: - Fritz Lück
Entwurf und Kostümausstattung: - Ursula Maes. - Assistenz: Felizitas Bergmann
Maske: - Raimund Stangl, Anita Greil
Darsteller - Ludwig II., König von Bayern O.W.Fischer
Elisabeth, Kaiserin von Österreich Ruth Leuwerik
Prinzessin Sophie Marianne Koch
Richard Wagner Paul Bildt
Bismarck Friedrich Domin
Prinz Otto Klaus Kinski
Rolf Kutschera (Graf Holstein), Herbert Hübner (Kabinettschef von Pfistermeister), Robert Meyn (Professor Dr. Gudden), Rudolf Fernau (Prinz Luitpold), Willy Rösner (Ministerpräsident von Lutz), Fritz Odemar (General von der Tann), Erik Frey (Kaiser Franz Joseph), Hans Quest (Kapellmeister Eckert), Wolfrid Lier (Kammediener Mayr), Albert Johannes (Minister Fürst Hohenfels), Erica Balqué (Cosima von Bülow), Walter Regelsberger (Graf Dürckheim), Horst Hächler (Prinz Louis Ferdinand), Harry Feist (Leibkoch), Rolf Kralowitz, Karl Hellmer, Josef Moosholzer,.
Auszeichnungen - Helmut Käutner am Film Festival de Cannes 1955 als bester Regisseur nominiert
Deutscher Filmpreis 1955: Filmband in Gold [oder Silber?] an O. W. Fischer (Darsteller)
Bambi 1956: "Geschäftlich erfolgreichster Film 1955"
Prädikat: Wertvoll.
Entstehungsgeschichte: Regisseur Helmut Käutner inszenierte diese Lebensbeschreibung des leicht wahnsinnigen König Ludwig II. von Bayern, dessen Vita bereits in späten 20er Jahren als Stummfilm bekannt gemacht worden war. "Es war kein großer Film. Intellektuelle Filmkritiker haben ihn ein weiß-blaues Märchen genannt. Trotzdem hatte der Film etwas von der Unwirklichkeit des Schicksals, die Ludwig II. umgab. Man konnte ihr nur nachtwandelnd folgen, um ihr gerecht zu werden", beschrieb O. W. Fischer seine Annäherung an den mystischen Alpenkönig, den er als religiösen Einzelgänger verstand. Er schrieb sich einige Szenen auf den Leib, die diesen Zug herausarbeiteten, aber vom entsetzten Helmut Käutner ersatzlos gestrichen wurden: "Der König war ja wohl fromm, aber Ludwig II. auf du und du mit Jesus wäre nun wirklich zu abstrus gewesen." Schließlich unterbreitete man das Drehbuch dem Hause Wittelsbach, um sich durch Vorzensur die Drehgenehmigung in Hohenschwangau, Neuschwanstein und Herrenchiemsee zu erkaufen. An diesen Schauplätzen gestalteten Kameramann Douglas Slocombe und der phantasmenerprobte Architekt Heinz Heckroth mit von ihnen entwickelten Silberspiegelglasplatten und maßstabgetreuen Modellen die einzelnen Bauphasen der Märchenschlösser und Gralsburgen nach, erweckten in den Interieurs Ludwigs Rauschgoldphantasien zu neuem Leben und ließen die Technicolor-Farben verrückt spielen. "Das Schönste an den Dreharbeiten war" für Drehbuchautor Georg Hurdalek, "dass alle, die damit zu tun hatten, ein bisschen zu spinnen anfingen." O. W. Fischer spielte als König Ludwig II. von Bayern die Rolle die ihn laut Spiegel "unsterblich machen wird, die eines verklemmten Liebhabers, eines vom Schicksal Gebeutelten, von Dämonen getriebenen." Vor allem ihm ist wohl der überragende Erfolg des Films zuzuschreiben. In grenzenloser Identifikation brachte er selbst das schier unmögliche Flackern in den wahnsinnigen Augen des Königs zustande und stellte selbstgefällig fest: "Wenn man vor der Peterskirche steht, hält man dieses Werk auch für unmöglich. Aber jeder von uns Künstlern hat doch etwas von einem Michelangelo." Für das monumentale Werk erntete er neben dem Deutschen Filmpreis und dem Bambi auch ganz besonderen Dank: am 7. Februar 1955 wurde er in Schloss Nymphenburg von Kronprinz Rupprecht zu einer Audienz empfangen. Als Prinz Otto, König Ludwigs wahnsinniger Bruder, erregte Klaus Kinski erstmals die Aufmerksamkeit der Filmwelt. Günter Groll befindet in der Süddeutschen Zeitung: "Stärkste Chargen: Willy Rösner als Lutz, Paul Bildt als Richard Wagner und der vielbeschrieene Klaus Kinski als schizophrener Otto, Ludwigs Bruder. Man verglich ihn mit Marlon Brando, was ich abwegig finde - aber vielleicht wird er einmal eine Art Orson Welles, samt Vor- und Nachteilen des Enfant terrible." Von dem ihn bewundernden O. W. Fischer wurde Klaus Kinski auch gleich wieder für dessen nächsten Film Hanussen (1955) engagiert.
Inhalt - Der Film beginnt mit dem Leichenzug für den toten König Ludwig II. (O. W. Fischer), erzählt dann aber in einer chronologisch geradlinigen Rückblende die Lebensgeschichte des Königs. Ludwig II. besteigt den bayerischen Thron. Als er gewahr wird, dass der eigentliche Herrscher Bismarck (Friedrich Domin) ist, überlässt er gekränkt die politischen Geschäfte seinen Ministern und widmet sich seinem Wunschtraum, ein Königreich der Musen zu errichten. Er holt Richard Wagner (Paul Bildt) nach München, fördert ihn großzügig, muss ihn aber bald wieder wegen seines Lebenswandels entlassen. Er lässt die märchenhaften Schlösser Linderhof, Herrenchiemsee und Neuschwanstein errichten, was ihm den Vorwurf der Maßlosigkeit einträgt. Ludwig II. soll den deutschen Kronprinzen empfangen. Er weigert sich, denn die Sorge um seinen schizophrenen Bruder Otto (Klaus Kinski) ist ihm wichtiger. Die Brüder agieren als hilflose Wesen, vom Stehkragen der Uniform noch aufrecht gehalten, übertönt vom Ausbruch der Kaiserhymne ("Heil dir im Siegerkranz") und im Hintergrund sieht man am Palastfenster die Reichsfahne, die zum Schluss dieser Sequenz von der Kamera "angefahren" wird. Das Bild löst sich auf in die Farben Schwerz-Weiss-Rot, der Außenwind bläht das Reich in Bayerns Innenräume. Verbittert scheut er die Menschen und vereinsamt. Wenn er mit seiner Verlobten, Prinzessin Sophie (Marianne Koch), Wagners Rheingold ganz allein in der Oper erleben will oder mit deren Schwester, Kaiserin Elisabeth "Sissi" (Ruth Leuwerik), den von viertausend Kerzen erleuchteten Spiegelsaal auf Herrenchiemsee betritt, erschauern die Frauen ob der leeren Räume. Doch die durch ihre Pflichten als österreichische Kaiserin stark eingebundene ständige Vertraute Ludwigs hält ihm die Treue - selbst als er wie sein Bruder Otto erste Zeichen des Wahns offenbart und von seinen Ministern entmündigt wird. Unter der Aufsicht des Psychiaters Dr. Gudden (Robert Meyn) lebt er auf Schloss Berg am Starnberger See. Während Sissi seine Rettung vorantreibt, schreitet Ludwig in die Fluten des Starnberger Sees.
Besprechung - Keine Biographie, sondern die romantische Legende von der Liebe des Bayernkönigs zur Kaiserin Elisabeth von Österreich, endend mit Ludwigs Tod im Starnberger See 1886. Nur durch die starke Darstellung der Titelrolle kommt der zuweilen kitschige Film über das Niveau einer Gartenlaubengeschichte mit unfreiwilliger Komik hinaus.
- Gunter Groll: Weißblaue Schwermut. In: Süddeutsche Zeitung, 17.01.1955
Noch nie auf der Leinwand strahlte Bayerns Himmel so weiß und blau wie in diesem Film der Zugereisten über den Mann, der ja immer die Künstler aller Stämme nach Bayern holen wollte - zwar gab es damals noch keinen Film, doch hätte es ihn gegeben: wer weiß, ob nicht Richard Wagner das größte Farbfilmmusikdrama der Welt daraus gemacht und ob ihm nicht der König eine Filmhalle hingebaut hätte, gegen die Geiselgasteig rein gar nix wäre. [Gunter Groll: Lichter und Schatten]
Titel - Ludwig II.
Entstehungsjahr - 1972
Entstehungsort - Italien / Frankreich / Deutschland
Filmart - Spielfilm
Format - Technicolor, Panavision
- Version 1 - 230 Minuten
Länge - Version 2 - 189 Minuten, 5170 Meter
Version 3 - 143 Minuten, 3924 Meter
Version 4 - 138 Minuten
Uraufführung - 18. Januar 1973 Bonn
Deutsche Erstaufführung 22. 03. 1973 (Kurzversion)
Produktion - Mega Film Rom / Cine Tel Paris / Geissler München / Divina Film München
Produzent - Ugo Santalucia
Regie - Luchino Visconti
Drehbuch - Luchino Visconti, Enrico Medioli
Musik - Robert Schumann, Richard Wagner, Jacques Offenbach, Franco Mannino (Bearbeitung)
Kamera - Armando Nanuzzi
Schnitt - Ruggero Mastroianni
Darsteller - Ludwig II., König von Bayern Helmut Berger
Elisabeth, Kaiserin von Österreich Romy Schneider
Prinzessin Sophie Sonja Petrowa.
Richard Wagner Trevor Howard
Bismarck
Prinz Otto John Moulder-Brown
Sivana Mangano, Gerd Fröbe, Helmut Griem, , Nora Ricci,
Inhalt - Ludwig II. besteigt im Jahre 1864 als 19jähriger den bayerischen Thron. Er entwickelt sich zu einem exzentrischen Menschen der sich lieber dem Kunstgenus widmet, als sich mit Politik auseinander zusetzen. Nur mit seiner Cousine Elisabeth von Österreich verbindet ihn eine vertraute und intensive Freundschaft.
Der Märchenkönig soll gestützt und entmündigt werden, deshalb erklären ihn seine Feinde für geisteskrank. Der angebliche Selbstmord im Starnberger See bleibt das große Rätsel seines Lebens, eines Lebens außerhalb der Norm.
Dieser Film schildert das tragische Leben des rätselhaften bayerischen Monarchen. Ein Leben zwischen Traum, Wahn und Wirklichkeit. Helmut Berger verkörpert in schauspielerischer Perfektion Ludwig II. vom Krönungstag bis zum Todestag. Ein Film der mehr ist als ein reiner historischer Film. Er wurde an Original, teilweise extra restaurierten Schauplätzen, unter der Regie von Luchino Visconti, gedreht. Romy Schneider spielt die ebenso kühle wie schöne Sissi.
Regisseur Luchino Visconti ist es gelungen, die Geschichte von Ludwig II. faszinierend und anspruchsvoll in Szene zu setzen. Das Werk zeigt zudem den Menschen Ludwig mit all seinen Fehlern, als Opfer seiner Erziehung und belastet von der Angst verrückt zu werden.
Besprechung - Leben und Leiden des Märchenkönigs Ludwig II., der sowohl an seine Herrscherpflichten als auch an seinen persönlichen ästhetischen Utopien zerbricht. Stilsichere und poetisch ebenso einfühlsame wie sezierende Studie einer anachronistischen Existenz und des Scheiterns einer Selbstbefreiung. Luchino Visconti gelingt es überzeugend, die rauschhafte Ästhetik des 19. Jahrhunderts aufwendig zu beschwören und zugleich mehrfach kritisch zu brechen. Der Film liegt nunmehr in einer ungleich Längeren rekonstruierten Fassung des ZDF vor, die durchaus neue Wertungsakzente zulässt.
Endlich liegt nun auch für Deutschland die lange Fassung von 230 Minuten vor. Sie zeigt erstmalig die verschiedenen Betrachtungsebenen, die diesen Film zu einem suggestiven Erlebnis machen.
Filmkritik von Frank Buschmann
Klar irgendwie, dass sich Visconti mit seiner Vorliebe für germanische Götterdämmerungen früher oder später dieses komischen Bayernstoffes annehmen musste, klar auch, dass er daraus einen langen, schwelgerisch-elegischen, bildermächtigen Reigen machen würde, und genauso klar ist es, dass ich mich bei so etwas nur langweilen kann. Schillernder Größenwahn, tragische Besessenheit, der mystische Hauch von königlichem Glanz und die darrüberliegende Dekadenz, all diese Dinge machen Ludwig zu einem begehrten Objekt der Filmemacher, die natürlich viel lieber im maßlosen, pittoresken Prunk der Schlösser schwelgen, als sich um eine Annäherung an den skurrilen Charakter zu bemühen. Visconti ist dies vielleicht etwas besser gelungen, weil er auch mehr Zeit dazu hat, aber mir fehlte einfach die Ausdauer, mich durch all die Dekors und Tableaus durchzuarbeiten, und auch Romys Comeback als Sissy von Österreich kann da nicht als echte Attraktion gelten. Außerdem wird Viscontis Hang zu schwüler Ästhetik, ohne jetzt abwertend über seine sexuellen Präferenzen sprechen zu wollen, recht ausgiebig strapaziert, mit dem Resultat, dass das Bild des Königs weniger vielschichtig ist, als man annehmen sollte, und Helmut Bergers manierierte Auftritte helfen da auch nicht weiter. Ein egozentrischer, größenwahnsinniger, weltentrückter, verwirrter Typ, der von seiner Umgebung angebetet, belächelt oder auch benutzt wurde, langsam in den Wahn abdriftete und auch noch mit Wagner befreundet war, weshalb er mir irgendwie nicht leid tun kann. Der Film mag optisch einiges zu bieten haben, aber sein Thema hat mich einfach null interessiert.
Titel - Ludwig 1881
Entstehungsjahr - 1992/1993
Entstehungsort - Schweiz / Deutschland
Filmart - Spielfilm
Format - Eastman Color 1:1,85
Länge - 89 Minuten, 2442 Meter
Uraufführung - 10. August 1993, Locarno
Deutscher Kinostart: 11.05.1994
Produktion - Tre Valli FilmProduktion, Giornico + Zürich / Dubini FilmProduktion Köln
Produzent - Donatello Dubini; Fosco Dubini
Regie - Donatello Dubini; Fosco Dubini
Drehbuch - Donatello Dubini; Fosco Dubini, Barbara Marx
Musik - Heiner Goebbels, Kronos Quartet
Kamera - Matthias Kälin
Schnitt - Donatello Dubini
Darsteller - Ludwig II., König von Bayern Helmut Berger
Josef Kainz Max Tidorf
Inhalt - Vom 27. Juni bis zum 14. Juli 1881 reisten Ludwig II. von Bayern und der Hofschauspieler Josef Kainz als Marquise de Saverny und Didier an den Vierwaldstattersee, um Schillers "Wilhelm Tell" an den Originalschauplätzen zu inszenieren.
Besprechung - Nach historischen Dokumenten schildert der Film eine Begebenheit aus dem Jahr 1881, als der bayerische König Ludwig II. dem Schauspieler vorschlug, unter falschem Namen in die Schweiz zu reisen, wo Kainz an den Originalschauplätzen aus Schillers Wilhelm Tell rezitieren sollte. Ausgehend von dieser Reisegeschichte und nasch der Lesart der Autoren nimmt Ludwig die Beherrschbarkeit
Titel - Ludwig - Requiem für einen jungfräulichen König
Entstehungsjahr - 1972
Entstehungsort - Deutschland
Filmart - TV Spielfilm
Format - Eastman Color; 1.1,37
Länge - 140 Minuten 3618 Meter
Uraufführung - 23. Juni 1972. München, ZDF
Produktion - TMS Film GmbH München / ZDF
Regie - Hans Jürgen Syberberg
Drehbuch - Hans Jürgen Syberberg
Musik - Richard Wagner
Kamera - Dietrich Lohmann
Schnitt - Peter Przygodda
Darsteller - Harry Bär, Ingrid Caven, Hanna Köhler, Ursula Strätz, Peter Kern
Inhalt -
Besprechung - Fantasievoller und intelligenter Film über Aura, Gestalt und tragisches Schicksal des Bayernkönigs. Im Spiegel einer künstlichen, bombastisch inszenierten Scheinwelt, mit Wagnerschen Kompositionen, glossierenden und satirischen Zeitbezügen, werden Figur und Volkstümlichkeit - gelegentlich am guten Geschmack vorbei entmythologisiert. Interessant, aber auch überladen bis zur Ermüdung des Zuschauers.
Titel - Th. Hierneis oder: wie man ehem. Hofkoch wird.
Entstehungsjahr - 1972
Entstehungsort - Deutschland
Filmart - TV Spielfilm
Länge - 120 Minuten
Produktion - Hans Jürgen Syberberg Produktion
Produzent - Hans Jürgen Syberberg
Regie - Hans Jürgen Syberberg
Drehbuch - Hans Jürgen Syberberg + Walter Sedlmayr
Musik - Kurt Hüttl, Klaus Hoffman, Manfred Haessler
Kamera - Hermann Reichmann
Schnitt - Inge Ewald, Eva KOhlschein
Darsteller - Th. Hierneis Walter Sedlmayr
Inhalt - Ein Film frei erzählr nach den Erinnerungen eines Kücheneleven an Ludwig II:
Am Ende seines Lebens gab der ehemalige Hofkoch und Geschäftsmann T. Hierneis seine Memoiren an seine Zeit als Kücheneleve in der Hofküche Ludwigs II. heraus. Die Erinnerungen gestatten u.a. einige interessante Einblicke in die Natur des Dienens und sind ein Dokument darüber, wie man ehem. Hofkoch wird.
Dieser Film ist auch ein Beitrag zur Tradition des deutschen Mittelstandes in der Provinz.
Titel - Ludwig und Richard
Entstehungsjahr - 1995
Entstehungsort - Deutschland, Frankreich
Filmart - Animationsfilm
Länge - 52 Minuten
Produktion - Kia Ahrndsen
Produzent - Kristian Kühn
Regie - Dieter Olaf Klama
Drehbuch - Gottfried Knapp
Musik - Richard Wagner
Kamera - Petrus Schloemp
Schnitt - Peter Adam
Gezeichnet - Dieter Olaf Klama
Erzähler - Gottfried Knapp
Inhalt - Die Freundschaft zwischen dem Märchenkönig Ludwig II. und dem großen Komponisten Richard Wagner.
- Auf höchst originelle Weise behandelt Dieter Olaf Klama eine der außergewöhnlichsten und gefeiertesten Beziehungen des 19. Jahrhunderts. Die verhängnisvolle Freundschaft zwischen dem bayerischen Märchenkönig Ludwig II. und seinem "bösen" Genie Richard Wagner. Die weltbekannten Schöpfungen der beiden Protagonisten, Wagners Opern und Ludwigs Schlösser, stehen im Zentrum der Geschichte. Mit den Techniken des "tableau viant" und der Puppen-Animation bringt Klama die Phantasie-Welt des Königs zum Leben und zeichnet seinen tragischen Verfall vom Volkshelden zum weltmüden Einsiedler nach. Die Dialoge basieren auf Operntexten, Briefen und Tagebüchern. Der Film wird untermalt von der Musik Richard Wagners.
Titel - Wolpodzilla - Der Schrecken vom Tegernsee
Entstehungsjahr - 1999
Entstehungsort - Deutschland
Filmart - Kurzfilm
Länge - 32 Minuten
Produktion - Alexandra Wiest
Produzent - Hans Horn, Frederike Müller, Martin Ganz in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Film und Premiere.
Regie - Hans Horn
Musik - Tobias Neumann, Peter Horn
Kamera - Kay Gauditz, Reinhard Kungel
Darsteller - Peter Horn, Brigitte Patzner, Alex Schwaller, Sissi Perlinger, Thomas D.
Inhalt - Außerirdische Marihuanabauern vom Planeten Ganja wollen auf der Oktoberfestwiese in München eine Plantage anlegen. Wolpodzilla, der Schrecken vom Tegernsee, ein monströser Riesenwolpertinger, soll ihnen dabei helfen. Wolpertingerjäger Anton Jennerwein alias König Ludwig II: und die japanische Godzillaforscherin Mariko durchschauen diesen teuflisch guten Plan. Wird es dem ungleichen Paar gelingen das bayerische Volk vor einer Katastrophe zu bewahren?
Besprechung - Godzilla und Ludwig II., Cheech und Chong und der weiße Hai, Heimatfilm und Science Fiction, Scherenschnitt und Little Shop of Horror. "Wolpodzilla" ist also ein Katastrophenfilm, wie er im Buche steht. Mit Computertricks und allem was das Kino sonst noch zu bieten hat, mixt Hans Horn einen kruden Cocktail.
Michael Althen, Sz